Leistungsausweis

Leistungsausweis

Auch in meiner zweiten Amtsperiode konnte ich wieder zahlreiche Projekte initiieren, fortsetzen oder zu Ende führen, zusammen mit vielen anderen Beteiligten. Hier sehen Sie einige Beispiele, die meine Handschrift besonders deutlich tragen.

Abfallverwertung

Abfälle als Rohstoffe der Zukunft
Im Abfall stecken Rohstoffe und Energie. Diese sollen ihm vor dem Deponieren entzogen werden. Das Ziel ist ehrgeizig: Wir wollen den im Klärschlamm enthaltenen Phosphor künftig wieder in den Kreislauf zurückführen. Zurzeit wird daran gearbeitet, den in der Klärschlammasche enthaltenen Phosphor in Form von qualitativ hochwertigem, marktfähigem Dünger der Landwirtschaft zugänglich zu machen, statt ihn in Übersee in Phosphor-Minen abzubauen. Dem Abfall in den KVA entziehen wir dank einer neuen Anlage in Hinwil bald im grossen Stil auch kleinste Metallteile und gewinnen als moderne Goldgräber kostbares Gold, Silber, Zink und weitere seltene Metalle zurück. Auch beim Betonrecycling sind wir schon weit. Dieses «Urban Mining» ist ganz im Sinne meiner Ressourcenpolitik, welche in den Hinterlassenschaften unserer modernen Gesellschaft nicht nur Abfall, sondern wertvolle Rohstoffe sieht, die dem Stoffkreislauf zurückzugeben sind – zum Nutzen von Mensch und Umwelt. 

Energie

Energieverbrauch im Kanton Zürich trotz Bevölkerungswachstum konstant
Als Energiedirektor bin ich für eine sichere und wirtschaftliche Energieversorgung im Kanton Zürich verantwortlich. In der Energiepolitik setze ich auf Fakten und Kontinuität. Es ist uns gelungen, den Energieverbrauch im Kanton trotz zunehmender Bevölkerung seit 20 Jahren stabil zu halten. Bis 2050 soll der CO2-Ausstoss pro Kopf und Jahr bei 2,2 Tonnen liegen – wir sind in Kanton Zürich auf Kurs und haben den Wert bereits von 6 auf 5 Tonnen gesenkt. Den Wärmebedarf von Neubauten konnten wir seit 1990 halbieren, derjenige bestehender Häuser sinkt jährlich um für die Schweiz überdurchschnittliche 1,3 Prozent. Auf unserem seit langem eingeschlagenen Weg schaffen wir kontinuierlich Fakten. Schnellschüsse und utopische Visionen überlasse ich anderen.

Finanzen

Der Kanton Zürich bietet mehr fürs Geld
Ich setze mich für eine solide, bürgerliche Finanzpolitik ein, für einen haushälterischen Umgang des Kantons mit den Steuerfranken. Ein entschlossenes Vorgehen ist auf diesem Gebiet unerlässlich, denn je mehr die Kantonsbevölkerung und ihr Bedarf an Wohnraum und anderen Ressourcen wächst, je mehr die Verkehrsinfrastrukturen ausgelastet werden, je komplexer das Leben überhaupt wird, desto mehr wird vom Staat erwartet, dass er laufend neue Aufgaben übernimmt. Diese Entwicklung darf man nicht widerstandslos hinnehmen. Es ist uns gelungen, zahlreiche Begehrlichkeiten abzuwehren, mit erfreulichen finanziellen Folgen: Unsere Auslagen bewegen sich auf einem gesunden Niveau.

Gemeinden

Kanton und Gemeinden pflegen eine gut funktionierende Zusammenarbeit
Bei praktisch jedem der vielen Ressorts der Baudirektion spielt die Zusammenarbeit mit den Gemeinden eine zentrale Rolle, beispielsweise in den Bereichen Raum- und Regionalplanung, Archäologie, Denkmalpflege, Tiefbau, Wasserbau, Gewässerunterhalt, Energie, Lufthygiene, Landwirtschaft, Forstwesen, Jagd und Fischerei, Natur- und Bodenschutz. Dies alles wäre durch den Kanton im Alleingang nicht zu bewältigen. Entsprechend wichtig sind unsere Beziehungen zu den Verantwortlichen in den Gemeinden. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung der Baudirektion bin ich kontinuierlich bestrebt, den Austausch so eng und effizient wie möglich zu gestalten. Neu haben wir beispielsweise für die Gemeinden in der Leitstelle für Baubewilligungen eine zentrale Anlaufstelle für besonders komplexe Bauvorhaben eingerichtet.

Hochbau

Bauprojektcontrolling über den gesamten Lebenszyklus unserer Bauwerke
Der Kanton Zürich plant und koordiniert konstant über 600 Bauprojekte gleichzeitig. Darunter fallen grosse Bauvorhaben, wie beispielsweise Schulhäuser, Spitäler, Verwaltungs-  und Universitätsgebäude. Von den ersten Planungsschritten bis zur Inbetriebnahme können sich Nutzungsbedürfnisse oder Baustandards ändern, z.B. solche zur Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz. Flexibilität ist gefragt, auch nach der Fertigstellung des Gebäudes. Denn ob es langfristig optimal genutzt werden kann, hängt nicht nur von seiner baulichen Qualität ab, sondern auch davon, ob es sich dem Wandel der Nutzungsbedürfnisse anzupassen vermag. Beispielhaft hat sich dies in den letzten Jahren bei der Sanierung und Erweiterung des Obergerichts sowie bei der Sanierung des Hauses zum Rechberg gezeigt. Von Veränderungen ist der ganze Lebenszyklus eines Bauwerks betroffen, und entsprechend anspruchsvoll ist das Management von Kosten, Terminen, Qualität und Risiken. Mit unserem Projektcontrolling haben wir im Hochbauamt ein Instrument geschaffen, welches diese Aufgabe ausgezeichnet löst. Damit sorgen wir auch weiterhin für einen nachhaltigen Einsatz der Mittel, eine hohe Betriebstauglichkeit der Bauten sowie eine vorbildliche Architektur.

Hochwasserschutz

Der Kanton Zürich wird vor Hochwasser geschützt
Zwar ist ein Jahrhunderthochwasser, wie der Name schon sagt, ein sehr seltenes Ereignis, seine menschlichen und wirtschaftlichen Folgen aber sind verheerend. Für die Stadt Zürich beispielsweise schätzt die Gebäudeversicherung das Schadenspotenzial auf über 5 Milliarden Franken. Wir haben das Problem angepackt und ein umfassendes Projekt zum Schutz vor Hochwasser an Sihl, Zürichsee und Limmat gestartet. Dabei sind Sofortmassnahmen umgesetzt und langfristige Massnahmen (Variante «Kombilösung Energie» mit Etzelwerk und Sihlsee, sowie Variante «Entlastungsstollen» von Langnau am Albis nach Thalwil) entwickelt worden. Der Variantenentscheid wird voraussichtlich 2015 gefällt. Auch im Grossraum Winterthur (Hegmatten) und im restlichen Kanton treiben wir den Hochwasserschutz voran.

Kulturgüter

Zürcher Kulturschätze zum Leben erweckt
Die öffentliche Besichtigung der Musikinsel Rheinau vom 24. Mai 2014 bildete den erfolgreichen Abschluss eines von mir lange verfolgten Projekts. 13 Jahre nach dem Auszug des Psychiatriezentrums kehrt damit im ehemaligen Kloster wieder Leben ein. Die Eröffnung der Musikinsel ist der erste wichtige Schritt in der Umsetzung des vom kantonalen Immobilienamt entwickelten Nutzungskonzepts. Fachmännische Sanierungs- und Umbauarbeiten verwandelten die Gebäude in ein Musikzentrum. Im Februar 2014 konnten die Räume der Stiftung «Schweizer Musikinsel Rheinau» übergeben werden. Die neue Nutzung der Klosterinsel Rheinau endet aber nicht mit der Einweihung der Musikinsel. Neben dem Musikzentrum sind auch eine Hauswirtschaftsschule, ein Restaurationsbetrieb und ein Museum vorgesehen.

Landwirtschaft

Unternehmerische und wissenschaftliche Kompetenz im Agrarsektor ausgebaut
In Kooperation zwischen unserem Amt für Landschaft und Natur, der Universität und der ETH Zürich entsteht unter dem Namen Agrovet-Strickhof in Lindau ein Bildungs- und Forschungszentrum im Bereich Agrar- und Veterinärwissenschaften. 2012 haben wir in einem anspruchsvollen Wettbewerbsverfahren das Siegerprojekt gekürt. Im Mai 2014 genehmigte der Kantonsrat den Kredit von 29 Millionen Franken für die Neu- und Ersatzbauten einstimmig (!) ohne Enthaltungen. 2015 erfolgt der Spatenstich. Nach dem ganzheitlichen Ansatz „From Feed to Food“ wird im neuen Bildungs- und Forschungszentrum künftig die gesamte Wertschöpfungskette von der Futtererzeugung bis zur Lebensmittelgewinnung betrachtet. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen direkt in die landwirtschaftliche Praxis zurück. Mit dem Angebot einer hochstehenden Aus- und Weiterbildung sichert der Kanton Zürich seinen Landwirtinnen und Landwirten den Erfolg in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld.

Luft

Ökonomisch vorbildliche Politik zur Luftreinhaltung
Massnahmen zur Luftreinhaltung sind leider immer noch unumgänglich. Ich folge der Devise, bei möglichst geringen Kosten ein Maximum an Wirkung zu erzielen. Die Massnahmen sind nicht gratis, aber Nichtstun wäre teurer. Jede Massnahme ist daraufhin geprüft worden, ob das Verhältnis zwischen Kosten und erzielter Einsparung vertretbar ist. Die Reduktion der Emissionen soll in erster Linie durch die Förderung des technischen Fortschritts realisiert werden. Von Massnahmen, welche einschneidende Verhaltensänderungen bedingen, sehen wir ab, denn wir wollen die Wirtschaftsentwicklung nicht bremsen.

Richtplan

Gesamtüberprüfung des kantonalen Richtplans abgeschlossen
Der 18. März 2014 war für den Kanton Zürich aus raumplanerischer Sicht ein denkwürdiger Tag. Der Kantonsrat setzte mit deutlicher Mehrheit den kantonalen Richtplan neu fest, nachdem wir Anfang 2007 die Gesamtüberprüfung begonnen hatten. Zum Schluss der Session prophezeite ich den Kantonsrätinnen und Kantonsräten: «Der Richtplan wird in vielerlei Hinsicht in die Geschichte unseres Kantons eingehen. Nachfolgende Generationen werden stolz auf Sie sein!» Zu dieser grossen Aussage kann nach wie vor uneingeschränkt stehen!

Ein Richtplan ist, vereinfacht ausgedrückt, ein Rezeptbuch für eine nachhaltige Raumentwicklung und richtet sich an die Behörden aller Stufen. Mit ihm wollen wir massgebliche Antworten auf die Frage liefern, wohin die räumliche Entwicklung in unserem Kanton in den nächsten 25 Jahren gehen soll. Im Kanton Zürich sind wir sehr gut unterwegs. Wir haben für unsere Raumplanung schon bisher gute Noten bekommen, z.B. von Avenir Suisse. So wollen wir weitermachen. Wir werden weiterhin vorangehen und wo nötig gerne auch Pionierarbeit leisten.

Sichere Strassen

Sicherheit der Strassen optimiert
Als Baudirektor ist es mir ein grosses Anliegen, dass unsere kantonale Strasseninfrastruktur in einem guten Zustand und somit sicher ist. Dafür sorgen meine 440 Mitarbeitenden im Tiefbauamt, in enger Zusammenarbeit mit den Fachleuten der Kantonspolizei und des Amts für Verkehr. Dabei geht es u.a. um:

  • den Ersatz von jährlich 50 – 70 km Belag auf Fahrbahnen, Velowegen und Trottoirs
  • die Überprüfung und Optimierung der 2230 Fussgängerstreifen
  • den Bau von Velowegen
  • die Schwarzräumung im Winter auf den 1330 km Zürcher Kantonsstrassen und 320 km Autobahnen
  • die Entschärfung von Unfallschwerpunkten durch bauliche Massnahmen

Diese Massnahmen haben entscheidend dazu beigetragen, dass unsere Strassen kontinuierlich sicherer werden. So konnte beispielsweise die Anzahl Todesopfer bei Verkehrsunfällen im Kanton Zürich von 260 im Jahr 1971 auf 34 im Jahr 2013 gesenkt werden. Mein Ziel ist es, diese Zahl gemeinsam mit der Kantonspolizei weiter zu verringern.

Strassenbau

Deutliche Zustimmung zum Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach
Die lang ersehnte, 2009 eröffnete Autobahn A4 durch das Knonauer Amt hat die Autobahnlücke zwischen Zürich und der Zentralschweiz geschlossen. Der neue Autobahnanschluss Affoltern a. A. ist von Westen her nur über Obfelden und Ottenbach erschlossen und führt dort zu erheblichem Mehrverkehr. Um die beiden Ortschaften vor den Gefahren und Immissionen zu schützen, hat die Baudirektion den Autobahnzubringer Obfelden/Ottenbach projektiert. Am 23. September 2012 haben die Zürcher Stimmberechtigten dem Bau mit 62,6 Prozent deutlich zugestimmt. Unmittelbar nach der Abstimmung wurde mit der Detailplanung des Projekts sowie der Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen begonnen. 25,8 Millionen der Gesamtkosten von 65,4 Millionen Franken übernimmt der Bund. Im Idealfall (keine Rekurse ans Verwaltungs- und Bundesgericht) kann der Autobahnzubringer 2019 in Betrieb genommen werden.

Wald

Der Zürcher Wald hat eine sichere Zukunft
Der Wald bedeckt weite Teile des Kantons und leistet einen wichtigen Beitrag zu unserer hohen Lebensqualität. Für seine Zukunft haben wir mit der Festsetzung des Waldentwicklungsplans verbindliche Wegweiser geschaffen. Der Wald kann seine verschiedenen Funktionen künftig besser erfüllen. Er tritt zu seinem eigenen Vorteil wieder stärker als erneuerbare Energiequelle in Erscheinung, und zwar dank dem Holzheizkraftwerk Aubrugg , welches wir 2011 eingeweiht haben. Den steigenden Anforderungen bei der Jagd, einer wichtigen Aufgabe zum Wohl der Natur, begegnen wir mit erhöhten Anforderungen an die Jäger und einer neuen Jagdschiessanlage.

Zürichsee

Preisgekrönter Zürichseeweg Wädenswil – Richterswil
Ende 2012 haben wir gemeinsam mit der Volkswirtschaftsdirektion einen neuen, 1,6 km langen Abschnitt des Zürichseewegs eröffnet. Vom Tiefbauamt attraktiv angelegt, führt er entlang dem Ufer und teilweise auf Stegen direkt über dem See von der Halbinsel Giessen (Wädenswil) bis in die Mülenen (Richterswil). Der neue Weg erfreut sich grosser Beliebtheit und wird besonders bei schönem Wochenendwetter sehr rege benutzt. Der Verband Schweizer Wanderwege hat ihn 2014 mit dem Prix Rando Hauptpreis prämiert. Für mich ist der Zürichseeweg Wädenswil – Richterswil ein gutes Beispiel dafür, wie wir das Naherholungsgebiet Zürichsee der Bevölkerung zur Verfügung stellen und gleichzeitig die Naturlandschaft aufwerten können.